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Lehm-Sand-Gemisch: Bedeutung in der Terraristik

Ein Lehm-Sand-Gemisch ist ein Bodengrund aus Sand und Lehm, der leicht angefeuchtet formbar und standfest wird. Wüstenarten können darin Höhlen graben.

Lehm-Sand-Gemisch – Ein Lehm-Sand-Gemisch ist ein Bodengrund aus Sand und Lehm, der leicht angefeuchtet formbar und standfest wird. Wüstenarten können darin Höhlen graben.

Was ist ein Lehm-Sand-Gemisch?

Sand allein rieselt nach. Lehm bindet die Körner, sodass sich Gänge und Höhlen formen lassen, ohne sofort einzustürzen. Das passt zu den grabenden Wüstenarten, für die das Gutachten ein grabfähiges Substrat verlangt. Bei Wüstenleguanen nennt es Substrat zum Höhlengraben ausdrücklich als obligat. In unseren Tierart-Daten ist ein grabfähiger Lehm-Sand-Bodengrund für die Bartagame vorgesehen.

Einbau und Pflege

Das Mischungsverhältnis hängt von Produkt und Art ab; richte Dich nach den Angaben des Herstellers. Angefeuchtet verdichtest Du das Gemisch, bis es trägt, und lässt es dann abtrocknen.

  • Trage die Schicht ausreichend hoch auf, damit eine echte Höhle möglich ist.
  • Entferne Kot und verschmutzte Stellen sofort; die Fläche lässt sich punktuell ersetzen.
  • Halte den Boden insgesamt trocken, biete aber einen feuchteren Bereich zur Häutung an.

Eine Einführung in die Auswahl des Materials gibt der Eintrag [tr_gl slug="bodengrund"]Bodengrund[/tr_gl]; passende Becken stehen unter [tr_gl slug="wuestenterrarium"]Wüstenterrarium[/tr_gl].

Bei der Pflege hilft Beobachtung: Sinkt der Boden ein oder bricht eine Höhle zusammen, fehlt Lehm oder Verdichtung. Ist die Oberfläche hart und rissig, war das Gemisch zu nass oder zu lehmreich. Bessere gezielt nach, statt alles zu ersetzen.

Praxisbeispiel

Eine Bartagame gräbt sich im verdichteten Lehm-Sand-Boden eine Höhle unter einem Stein. Die Röhre hält, weil der Lehm den Sand bindet.

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Verwandte Begriffe

Quelle: Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien, Fassung vom 10.01.1997, Sachverständigengruppe tierschutzgerechte Haltung von Terrarientieren, bereitgestellt vom BMLEH

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