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Temperaturgradient: Bedeutung in der Terraristik

Ein Temperaturgradient ist das Wärmegefälle im Terrarium von einer warmen zu einer kühlen Seite. Das Tier wählt dort selbst die passende Körpertemperatur.

Temperaturgradient – Ein Temperaturgradient ist das Wärmegefälle im Terrarium von einer warmen zu einer kühlen Seite. Das Tier wählt dort selbst die passende Körpertemperatur.

Warum ein Gefälle nötig ist

Reptilien sind wechselwarm. Ihre Körpertemperatur folgt der Umgebung, und sie steuern sie über Ortswechsel. Das Gutachten verlangt deshalb in der Regel ein Temperaturgefälle im Haltungssystem und zusätzlich eine [tr_gl slug="nachtabsenkung"]Nachtabsenkung[/tr_gl]. Auch bei der Feuchte spricht es von Gradienten. Die Tiere sollen zwischen verschiedenen Mikroklimata wählen können.

So baust Du den Gradienten auf

Wärmequellen kommen an eine Seite, nicht in die Mitte. Baines et al. betonen, dass bei Wärme und UV die ganze Körperlänge in der obersten Zone Platz finden muss.

  • Heize eine Seite mit [tr_gl slug="basking-spot"]Sonnenplatz[/tr_gl] oder [tr_gl slug="heatpanel"]Heatpanel[/tr_gl] und lass die andere Seite kühl.
  • Miss warme und kühle Zone mit je einem Fühler eines [tr_gl slug="hygrometer"]Thermo-Hygrometers[/tr_gl].
  • Passe die Werte an Alter, Jahreszeit und Tierart an.

Die Spannweite ist von Art zu Art verschieden. Für die meisten Chamäleons nennt das Gutachten Tagestemperaturen von 20 bis 30 °C, für tropische Schildkröten Luft und Wasser von mindestens 23 bis 26 °C.

Praxisbeispiel

Beim Leopardgecko liegt die Grundtemperatur im Gutachten bei 22 bis 28 °C, der Wärmeplatz lokal bei etwa 35 °C. Das Tier wechselt zwischen beiden Zonen.

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Verwandte Begriffe

Quelle: Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien, Fassung vom 10.01.1997, Sachverständigengruppe tierschutzgerechte Haltung von Terrarientieren, bereitgestellt vom BMLEH; Baines et al. (2016): How much UV-B does my reptile need? The UV-Tool, a guide to the selection of UV lighting for reptiles and amphibians in captivity, Journal of Zoo and Aquarium Research 4(1)

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