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Terraristika Hamm: Was Besucher vorab wissen sollten

Ort und Turnus, die Tierschutzregeln für Tierbörsen und worauf du vor dem Kauf und beim Heimtransport achtest.

7 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 03.11.2026

Die Terraristika in Hamm ist laut Messeportal messen.de eine Börse für Terrarientiere mit rund 400 Ausstellern und Händlern in den Zentralhallen Hamm, Ökonomierat-Peitzmeier-Platz 2–4, 59063 Hamm. Sie findet alle drei Monate statt. Aktuelle Termine nennt nur die Terminseite des Veranstalters. Für Tierbörsen gelten Leitlinien des Bundes mit konkreten Tierschutzregeln, etwa Einzelhaltung der Tiere und eine Abgabe an unter 16-Jährige nur mit Erziehungsberechtigten.

Redaktion Terrarium-RatgeberAktualisiert am 03.11.2026So vergleichen wir

Was ist die Terraristika Hamm?

Die Terraristika ist eine Verkaufs- und Informationsmesse rund um Terrarientiere. Das Portal messen.de beschreibt sie als weltweit größte Börse für Terrarientiere mit rund 400 Ausstellern und Händlern. Angeboten werden demnach Reptilien, Schlangen, Spinnen, Echsen, Schildkröten, Amphibien, Skorpione, Insekten und Nager sowie Terrarien, Futter, Zubehör und Pflanzen. Hochgiftige Tiere werden laut messen.de in einem separaten Raum verkauft. Dazu kommt Beratung zu Haltung, Pflege und Zucht. Die Veranstaltung richtet sich an Privatbesucher und findet in den Zentralhallen Hamm GmbH statt.

Wir ordnen die Messe nüchtern ein. Sie ist für Interessierte eine gute Gelegenheit, Haltung, Technik und Zubehör im Gespräch mit erfahrenen Haltern kennenzulernen. Sie ist aber kein Ort für den Spontankauf. Ein Tier kauft man nach Planung, nicht aus einer Laune heraus. Wenn du noch nicht weißt, welche Art zu dir passt, nutze den Besuch zum Fragen und Anschauen und lass das Tier im Zweifel stehen. Eine Orientierung bietet unser Ratgeber Terrarium für Anfänger.

Wer genau die Börse ausrichtet, nennt messen.de nicht namentlich. Das Impressum der Veranstalterseite gibt darüber Auskunft. Wir nennen hier keinen Namen, den wir nicht belegen können.

Termine: Wo du sie findest

Laut messen.de läuft die Messe im Turnus von drei Monaten. Konkrete Daten schreiben wir hier bewusst nicht auf, weil sich Termine ändern und eine veraltete Angabe zu einer vergeblichen Anfahrt führen kann. Verlässlich ist nur die Terminseite des Veranstalters. Als offizielle Internetadresse nennt die Responsible Herpetoculture Foundation terraristikahamm.de; die Adresse leitet nach unserer Prüfung auf terraristika.de weiter. Prüfe dort vor der Anreise Termin, Öffnungszeiten, Eintritt und die Hinweise zu den zugelassenen Zahlungsarten. messen.de nennt, dass keine Kartenzahlung möglich sei. Nimm im Zweifel Bargeld mit, aber verlasse dich darauf nicht, sondern lies es auf der Veranstalterseite nach.

Tierschutzregeln für Börsen

Für Tierbörsen gibt es „Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten“. Wir haben die Fassung gelesen, die auf dem Hessischen Tierschutzportal liegt; ihr Stand steht im Quellenblock. Sie stammt vom damaligen Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, ist nach eigener Aussage nicht rechtsverbindlich und dient als Orientierungs- und Auslegungshilfe für die Behörden. Ob und wie sie inzwischen überarbeitet wurde, konnten wir nicht prüfen. Behandle die folgenden Punkte deshalb als Einordnung, nicht als Rechtsauskunft.

  • Erlaubnis: Tierbörsen brauchen eine Erlaubnis der zuständigen Behörde. Der Antrag ist spätestens sechs Wochen vor dem Termin zu stellen, mit Börsenordnung, Aufsichtspersonen und Tierarzt in Rufbereitschaft.
  • Räume: grundsätzlich geschlossene, zugluftfreie, temperierte Räume, für Reptilien nur geschlossene, heizbare Räume.
  • Aufsicht: Sachkundige Aufsichtspersonen kontrollieren Zu- und Abgang der Tiere, Transport- und Verkaufsbehältnisse und den Verkauf.
  • Besucher: Abgabe von Tieren an Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Mitgebrachte Tiere wie Hunde, die weder angeboten noch erworben werden, sind nicht erlaubt.
  • Wildfänge: auszuschließen, außer das Tier ist nachweislich mindestens ein Jahr in menschlicher Obhut.
  • Zustand der Tiere: Kranke, verletzte, abgemagerte, gestresste oder qualgezüchtete Tiere sind nicht zugelassen.
  • Beschilderung: Hinweisschilder mit Name, Herkunft, Geschlecht, Adultgröße und Schutzstatus.
  • Käufer: Sie verlassen das Gelände zügig oder lassen das Tier im Verkaufsbehältnis.

Behältnisse auf der Börse

Die Leitlinien legen Mindestkantenlängen für Verkaufsbehältnisse fest. Das sind Maße für die Zeit auf der Börse, keine Haltungsmaße für zuhause:

TiergruppeMindestkantenlänge im Verkaufsbehältnis (Börse)Weitere Regeln
Echsen1,5 × Kopf-Rumpf-LängeEinzelhaltung, geschlossene heizbare Räume
Schlangen0,3 × GesamtlängeEinzelhaltung, Sichtschutz
Schildkröten2 × PanzerlängeWasserschildkröten auf feuchter Unterlage
Amphibien1,5 × KörperlängeEinzelhaltung außer bei aquatilen Arten

Zusätzlich gilt für Reptilien und Amphibien eine Mindestgröße von etwa 10 × 10 × 10 cm. Beim Transport gelten stabile, ausbruchsichere Behältnisse ohne scharfe Kanten; Stoffbeutel dürfen nicht gestapelt werden. Reptilien reisen im Regelfall einzeln, bei Amphibien nur eine Art pro Behältnis, bei gleichmäßiger Temperatur und hoher Luftfeuchte. Außerdem gilt die Tierschutztransportverordnung.

Vorbereitung als Besucher

  1. Termin und Hinweise prüfen. Auf der Veranstalterseite, nicht auf Drittportalen.
  2. Entscheiden, ob du kaufst. Wenn ja, steht das Terrarium vorher fertig und die Technik läuft. Die Mindestmaße der Art kennst du aus den Seiten unter Tierarten.
  3. Fragenliste schreiben. Art, Herkunft, Alter, Futter, Haltung.
  4. Rechtliches klären. Für manche Arten gelten Artenschutz-Regeln, teils mit Meldepflicht. Frage den Anbieter nach den Nachweisen und die Naturschutzbehörde nach den Pflichten.
  5. Transportmittel mitnehmen. Siehe unten.

So planst du den Besuch

Ein Messebesuch mit Tieren im Spiel verlangt etwas Planung. Lege zuerst fest, ob du nur schauen, Zubehör kaufen oder ein Tier mitnehmen willst. Wer nur Zubehör und Futter sucht, braucht keine Transportbox. Wer ein Tier mitnehmen will, sollte es vorher entschieden haben und den Anbieter gezielt ansteuern, statt von Stand zu Stand zu laufen. Plane Zeit für Gespräche ein: Beratung gehört laut messen.de zum Angebot. Und achte auf die Atmosphäre. Gestresste oder dicht gestapelte Tiere sind ein Warnsignal, nicht nur für das Tier, sondern auch für die Seriosität des Standes. Sprich Mängel die Aufsichtspersonen an, die laut Leitlinien dafür da sind, Verkaufsbehältnisse und Verkauf zu überwachen.

Transportbox für den Heimweg

Viele Anbieter geben Tiere in Dosen oder Beuteln ab, aber du bist für den Heimweg mitverantwortlich. Eine eigene, saubere Box ist sinnvoll. Der Hersteller beschreibt das Exo Terra Faunarium als Allzweckbehälter, „ideal zum Transport von Terrarientieren oder lebendigem Futter“.

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Einordnung: Die Box ist ein Transport- und Übergangsbehälter, kein Terrarium. Der Hersteller nennt sie ausdrücklich als vorübergehende Behausung oder für Quarantäne. Prüfe vor dem Kauf, ob dein Tier im Verhältnis zur Boxgröße ausreichend Platz hat; die Kantenlängen der Börsen-Leitlinien (siehe Tabelle) geben dafür einen Anhaltspunkt für die Zeit des Transports. Achte außerdem darauf, dass die Box fest verschlossen ist und nichts verrutscht. Wie lange ein Tier unterwegs sein darf, hängt von Art und Temperatur ab; dazu enthalten die Leitlinien nur allgemeine Hinweise. Wenn du ein Terrarium für das neue Tier suchst, vergleiche in Ruhe zuhause statt auf der Messe. Zu Faunarium und Quarantäne gibt es Einträge im Glossar: Faunarium, Quarantäne.

Vor dem Kauf: Fragen an den Anbieter

Die Leitlinien verlangen, dass Anbieter ihre Tiere dauerhaft beaufsichtigen und Hinweisschilder anbringen. Nutze das. Frage nach Art und Herkunft des Tieres, ob es ein Nachzuchttier ist, wie alt es ist, was es frisst und unter welchen Bedingungen es bisher gelebt hat. Seriöse Anbieter antworten gern. Lass dir den Schutzstatus des Tieres nennen und die zugehörigen Nachweise zeigen. Wenn dir das Tier krank, abgemagert oder gestresst vorkommt, kaufe es nicht. Die Leitlinien schließen solche Tiere von der Börse aus; melde Auffälligkeiten den Aufsichtspersonen.

Nach dem Kauf

Zuhause gehört das Tier in sein vorbereitetes Terrarium. Bei einem Tier aus einer Börse mit vielen Tieren ist Vorsicht sinnvoll: Wenn du bereits Tiere hältst, solltest du das neue getrennt unterbringen und beobachten. Der Glossar-Eintrag zur Quarantäne erklärt den Gedanken. Wende dich bei Auffälligkeiten an eine Praxis, die Reptilien oder Amphibien behandelt. Dieser Text ersetzt keine tierärztliche Untersuchung.

Häufige Fragen

Wann ist der nächste Termin der Terraristika Hamm?

Das steht auf der Terminseite des Veranstalters (terraristikahamm.de). Wir nennen hier bewusst keine Termine, damit nichts Veraltetes steht. Laut messen.de findet die Messe alle drei Monate statt.

Wo findet die Terraristika statt?

In den Zentralhallen Hamm, Ökonomierat-Peitzmeier-Platz 2–4, 59063 Hamm (Angabe laut messen.de).

Dürfen Kinder Tiere kaufen?

Nach den Leitlinien nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten, wenn sie bis 16 Jahre alt sind.

Darf ich meinen Hund mitbringen?

Die Leitlinien sehen vor, dass keine mitgebrachten Tiere zugelassen werden, die weder angeboten noch erworben werden. Die Hausordnung der Veranstaltung gilt zusätzlich; lies sie auf der Veranstalterseite.

Soll ich eine eigene Box mitbringen?

Wenn du kaufen willst, ist eine eigene, saubere Box sinnvoll. Sie muss fest schließen und zur Tiergröße passen.

Quellen

  1. Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten, Bundesministerium (BMELV), Stand 01.06.2006, bereitgestellt vom Hessischen Tierschutzportal, abgerufen am 03.11.2026
  2. Terraristika Hamm, messen.de (Messeportal, Sekundärquelle), abgerufen am 03.11.2026
  3. Terraristika Hamm, Responsible Herpetoculture Foundation (Hinweis auf die Veranstalter-Website), abgerufen am 03.11.2026

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